Vor Deiner Ausbildung

Berufsbild PDK

Für die Ausbildung zum/zur Personaldienstleistungskaufmann/-kauffrau (PDK) sind Eigeninitiative, selbstständiges Arbeiten und Verantwortung gefragt. Du gibst Menschen Arbeit, findest für Unternehmen die passenden Arbeitskräfte, berätst Arbeitnehmer wie Arbeitgeber, koordinierst den Personaleinsatz und überprüfst die Arbeitsbedingungen vor Ort. Kurzum: Du wirst zum Personalspezialisten. Denn Du lernst zum Beispiel, wie und mit welchen beruflichen Fachkräften eine bestimmte Aufgabe am besten erledigt wird, wie Du mit unterschiedlichen Menschen umgehst, welche Anforderungen Unternehmen an ihre Arbeitskräfte stellen und wie Lohn- und Personalkosten berechnet werden. Damit bietet die Ausbildung Dir genau die Qualifikationen, die in Zeiten von Fachkräfteengpässen am meisten gebraucht werden. 

PDKler finden Arbeit in Personaldienstleistungsunternehmen, in Personalabteilungen größerer Unternehmen oder in Personalberatungsfirmen. Und haben mit der Aufstiegsfortbildung zum Fachwirt und verschiedenen Studiengängen auch zusätzlich gute Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren.

Du willst mehr wissen? Hier findest Du eine Übersicht über die wichtigsten Informationsquellen im Netz:

BERUFENET Bundesagentur für Arbeit (BA)
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
planet-beruf.de
IHK Berlin
Verordnung über die Berufsausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann/zur Personaldienstleistungskauffrau
AUBI-plus
Azubiyo

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Ausbildung

Die PDK-Ausbildung ist eine klassische duale Ausbildung, die Azubis lernen also in ihrem Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Die Ausbildung dauert drei Jahre, kann aber unter besonderen Bedingungen auf zwei bis zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Jährlich beginnen zwischen 900 und 1.000 Azubis ihre PDK-Ausbildung, die damit zu den Top 100 der beliebtesten Ausbildungsberufe gehört.

Wie bei den meisten Ausbildungen gibt es auch für die PDK-Ausbildung einen Rahmenlehrplan. Dieser ist in zwei Lernbereiche untergliedert: Zum einen werden Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die speziell für Personaldienstleistungskaufleute relevant sind, und zum anderen werden allgemeine Kenntnisse und Fähigkeiten aus den Bereichen Arbeitsrecht, betriebliche Arbeitsorganisation und Sozialpolitik gelehrt.

Was Du in welchem Ausbildungsjahr so alles lernst, haben wir Dir hier auf einer Seite kompakt zusammengestellt.

Wenn Du ganz genau wissen willst, welche Lerninhalte in welchem Ausbildungsjahr auf dem Plan stehen, kannst Du Dich hier informieren:

Ausbildungsrahmenplan für die PDK-Berufsausbildung

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Anforderungsprofil / Zugangsvoraussetzungen

Die formalen Voraussetzungen sind gar nicht hoch: Die PDK-Ausbildung kann jede oder jeder machen, der/die zumindest einen Hauptschulabschluss hat. Weil die PDK-Ausbildung aber recht anspruchsvoll ist, haben die meisten Azubis Abitur oder mittlere Reife.
Viel wichtiger als die formalen Voraussetzungen ist allerdings Deine Persönlichkeit: Da Du schon als angehender PDK mit vielen unterschiedlichen Menschen in ganz unterschiedlichen Situationen zu tun hast, solltest Du ein offenes, sicheres, und wortgewandtes  Auftreten haben. Gute Menschenkenntnis und Genauigkeit sind mit Sicherheit auch hilfreich. Das wären schon ein paar der wichtigsten Voraussetzungen. Unter „PDK-Check“ kannst Du schauen, wie geeignet Du für den Beruf bist.

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PDK-Check

Im PDK-Check warten vier Fragen auf Dich. Die Antwort, ob Du für diesen Beruf geeignet bist, erhältst Du gleich im Anschluss an jede Frage und in der Gesamtauswertung am Ende. 

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Ausbildungsvergütung

Als PDK-Azubi steigst Du mit etwa 800 bis 870 EUR im ersten Ausbildungsjahr ein. Im zweiten Ausbildungsjahr können es dann schon zwischen 870 bis 940 EUR sein und im dritten Jahr 1.000 EUR und mehr. Die Höhe der Ausbildungsvergütung hängt aber letztlich von Deinem Ausbildungsbetrieb ab und wird im Ausbildungsvertrag festgelegt.

Es gibt allerdings auch von den beiden Branchenverbänden BAP und iGZ Empfehlungen für die Ausbildungsvergütung. An diese Empfehlungen sind die Ausbildungsbetriebe zwar nicht zwingend gebunden, sie dürfen sie aber auch nicht zu deutlich unterschreiten.

Hier findest Du die Empfehlungen von BAP und iGZ.

Weitere Informationen zum Thema Ausbildungsvergütung gibt es hier:

Azubiyo
Ausbildung.de
 

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Bewerbungstipps

Als PDK wirst Du selbst Bewerbungen sichten. Aber um so weit zu kommen, muss Deine eigene Bewerbung für die Ausbildungsstelle klappen. Damit es dabei keine Probleme gibt, haben wir Dir ein paar Links zu informativen Websites zusammengestellt. Klick Dich einfach durch:

Azubiyo - Bewerbungstutorial

Planet-Beruf - Meine Bewerbung

Ausbildung.de - Die Bewerbung für deine Ausbildung

Dein Weg zu einer erfolgreichen Bewerbung

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Vorstellungsgespräch

Sicherlich wirst Du vor Deinem ersten Vorstellungsgespräch ziemlich nervös sein. Aber das ist völlig normal. Wenn Du weißt, was Dich erwartet, und Du Dich gut vorbereitest, wirst Du auch diese „Hürde“ nehmen. Unsere kleine Linkliste mit Tricks und Tipps ist dabei sicherlich hilfreich:

Azubiyo - Vorstellungsgespräch

Planet Beruf - Das Vorstellungsgespräch

Typische Fragen im Vorstellungsgespräch

Ausbildung.de - Vorstellungsgespräch

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Ausbildungsstellen

Im Netz gibt es viele Seiten, auf denen Du nach freien PDK-Ausbildungsplätzen suchen kannst. Eine gute Anlaufstelle ist dabei die Bundesagentur für Arbeit. Wir machen es Dir aber besonders leicht, denn Du kannst bei uns gleich mit der Suche starten. Wir haben nämlich eine Schnittstelle zur Ausbildungsplatzbörse „azubiyo“ geschaffen. Viel Erfolg bei Deiner Suche!

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Ausbildungsvertrag

Die meisten Ausbildungsbetriebe nehmen einfach die Vorlage der Industrie- und Handelskammer (IHK) für ihren Berufsausbildungsvertrag, wie es ganz korrekt heißt. Deswegen haben wir hier für Dich das Muster des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), also dem Dachverband der IHKn, hinterlegt. Das heißt nicht unbedingt, dass Dein eigener Ausbildungsvertrag genauso aussehen muss, aber er muss unter anderem Angaben über die Ausbildungsdauer, die Höhe Deiner Ausbildungsvergütung, Deinen Urlaubsanspruch und die tägliche sowie wöchentliche Arbeitszeit enthalten.

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Während Deiner Ausbildung

Duale Ausbildung

Mit dem „dualen Ausbildungsprinzip“ liegt Deutschland in der Ausbildungslandschaft ganz weit vorn. Das Gute daran ist, dass das Grundlagenwissen aus der Schule im Ausbildungsbetrieb direkt umgesetzt werden kann. Eine duale Ausbildung bietet viel Abwechslung, weil Du einen Teil Deiner Ausbildungswoche in der Schule und einen Teil im Ausbildungsbetrieb verbringst. Eine bessere Verbindung von Theorie und Praxis gibt es nicht und Du siehst sofort, was Du schon kannst. Eine duale Ausbildung zum PDK dauert in der Regel drei Jahre, kann aber bei guten Leistungen und in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb auf zwei bis zweieinhalb Jahre verkürzt werden. In der dualen Ausbildung beziehst Du von Beginn an ein Ausbildungsgehalt.

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Berufsschule

Welche Berufsschule Du besuchst, hängt vom Standort Deines Ausbildungsbetriebes ab. Da es den Beruf PDK erst seit 2008 gibt, ist das Netz der Berufsschulen noch nicht ganz so dicht. Insgesamt gibt es 32 Berufsschulen bundesweit, die den PDK unterrichten. Der Berufsschulunterricht findet in der Regel an zwei Tagen pro Woche statt. Weil es noch nicht in jeder Region eine PDK-Berufsschule gibt, gibt es alternativ Blockunterricht, bei dem Du für zwei bis drei Wochen am Stück die Berufsschule besuchst und in der Nähe untergebracht wirst, damit Du nicht so viel fahren musst. Blockunterricht hat außerdem den Vorteil, dass man eine lernintensive Zeit am Stück zusammen mit anderen PDK-Azubis verbringt und sich dadurch mehr die Gelegenheit für Projekt- und Gruppenarbeit ergibt.

Übersicht der PDK-Berufsschulen

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Lehrinhalte

Der Rahmenlehrplan wird von Lehrerinnen und Lehrern entwickelt und legt fest, welche Lernfelder innerhalb der Ausbildung von Seiten der Berufsschulen vermittelt werden müssen. Er definiert, in welchem Ausbildungsjahr welche Inhalte unterrichtet werden sollen. Dieser Plan berücksichtigt auch die Ausbildung im Betrieb, denn um ein gutes Ausbildungsergebnis zu erzielen, sollten Schule und Betrieb Hand in Hand arbeiten.

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VBG

Du hast mit vielen verschiedenen Berufen zu tun. In allen spielen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz eine große Rolle. Deshalb sind diese Themen auch Teil der PDK-Ausbildungsordnung und des Rahmenlehrplans. Damit PDKler wissen, in welchem Beruf auf welche Maßnahmen geachtet werden muss, bietet die VBG ab dem 2. Ausbildungsjahr die Seminarreihe „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ an. Dein Ausbildungsbetrieb kann Dir ermöglichen, an dieser mehrtägigen Schulung, die in einer der fünf VBG-Akademien stattfindet, teilzunehmen. Mit dem erfolgreichen Besuch der Seminare erwirbst Du gleichzeitig die Qualifikation zum Sicherheitsbeauftragten. Das bringt nicht nur für die PDK-Ausbildung etwas, sondern für die gesamte Berufslaufbahn. Denn in allen Jobs ist es von Vorteil, wenn Du Dich mit Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz auskennst. Und zwar nicht nur auf Mitarbeiter bezogen, sondern auch auf Dich selbst.

VBG-Flyer

Seminare für Personaldienstleistungskaufleute

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Betriebliche Ausbildungen

Ausbildungsbetriebe müssen eine zum Berufsbild passende Ausstattung haben und es muss einen sogenannten „Ausbilder“ geben. Das ist eine Person, die sich intensiv um den Azubi kümmert und ihn bis zur Abschlussprüfung begleitet. Die Bundesregierung erlässt für jeden Beruf eine Ausbildungsverordnung, die alle Rahmenbedingungen regelt und die Qualität der Ausbildung sichert. Darin stehen auch alle Inhalte, die Dir Dein Betrieb während Deiner Ausbildungszeit beibringen soll. Damit das Ganze Struktur hat, erstellt. Dein Ausbildungsbetrieb einen Plan darüber, wann er Dir welche Themen vermitteln möchte. Dieser Plan berücksichtigt auch den Berufsschulunterricht, denn um ein gutes Ausbildungsergebnis zu erzielen, sollten Betrieb und Schule Hand in Hand arbeiten.

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Prüfungen

Die Industrie- und Handelskammern sind für alle Fragen rund um die PDK-Ausbildung zuständig – das beginnt bei der Beratung zur Berufswahl bis hin zur Lösung von Problemen bei der Ausbildung. Rechtliche Grundlagen Deiner Ausbildung sind der Rahmenlehrplan für die Berufsschule und die Ausbildungsverordnung für den Ausbildungsbetrieb. Beide ergänzen sich inhaltlich so gut, dass Du bestmöglich auf Deine Abschlussprüfung vorbereitet wirst. Auf dieser Website findest Du alle IHKn in Deutschland, also auch die IHK, die für Deinen Ausbildungsbetrieb zuständig ist:

IHK-Finder

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Nach Deiner Ausbildung

Karrierechancen/ Berufsbilder

Je nach Größe oder Spezialisierung des Personaldienstleisters oder des Unternehmens, in dem Du Deine Ausbildung machen möchtest, gibt es interne Aufstiegsmöglichkeiten. Die klassische interne Karriere bei einem Personaldienstleister verläuft vom Personaldisponenten über den Niederlassungsleiter bis zum Regionalleiter. Darüber hinaus kann man sich natürlich auch als Experte für wichtige Themen wie z.B. Qualifizierung, Ausbildung oder Fördermöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt spezialisieren. Oder man steigt beispielsweise im Vertrieb auf und wird zum Key Account Manager, d.h. zum Betreuer von besonders wichtigen und finanzstarken Kunden.

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Jobsuche

Du hast es geschafft und stehst als fertig ausgebildeter PDK auf dem Arbeitsmarkt? Dann ist die Auswahl an spannenden Jobs im Personalwesen groß. Eine Liste der gängigen Stellenbörse findest Du hier und mit dem richtigen Suchbegriff wirst Du schnell fündig.

Stellenanzeigen.de

Stepstone

Indeed

Monster

Regio-Jobanzeiger

Staufenbiel

yourfirm.de

 

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Studium

Es gibt verschiedene Studiengänge, die sich mit Personalfragen auseinandersetzen. Das duale Studium Personalmanagement wird häufig als Schwerpunktbildung bei einem BWL-Studium angeboten. Der Studienabschluss „Bachelor“ ermöglicht vielseitige Einsatzmöglichkeiten in verantwortungsvollen Positionen im Personal- bzw. Human Resources Management. Voraussetzung ist, dass Du ein (Fach-)Abitur hast oder eine Berufsausbildung und entsprechende Berufserfahrung. Im dreijährigen dualen Studium Personalmanagement/ Personaldienstleistung vertiefst Du Dein Wissen aus der Ausbildung. Du kannst Theorie und Praxis direkt verbinden, ähnlich wie Du es schon bei Deiner Ausbildung gemacht hast. Vorteil dabei ist, dass Du von Beginn an Dein Hochschulwissen praktisch anwenden kannst und dadurch bessere Lernerfolge erzielst. Wenn Du noch weiter kommen möchtest, kannst Du später auch noch einen Masterstudiengang belegen.

Bachelor Studiengänge

Ausbildung.de - Duales Studium Personalmanagement

azubi.de - Duales Studium Personalmanagement

Studiengänge im Bereich Personalwesen

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Fortbildung

Der Abschluss zum „Geprüften Personaldienstleistungsfachwirt“ ist vergleichbar mit dem Meister im Handwerk. Außerdem gibt es den „Geprüften Personalfachkaufmann“ (IHK) oder den staatlich geprüften Betriebswirt/ Schwerpunkt Personalwirtschaft. Voraussetzung für eine Fortbildung ist unterschiedlich lange Berufserfahrung in der Personalbranche. Die verschiedenen Fortbildungsmöglichkeiten werden von privaten Bildungsanbietern und Fernakademien angeboten, die auf eine IHK-Abschlussprüfung oder institutsinterne Zertifikate vorbereiten. Die Fernlehrgänge für den „Geprüften Personaldienstleistungsfachwirt“ dauern in der Regel 18 Monate. Für eine Fortbildung kannst Du mit dem sogenannten „Aufstiegs-BAföG“ finanzielle Unterstützung bekommen.

Flyer Personaldienstleistungsfachwirt/-in

Aufstiegs-BAföG

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Was macht ein PDK?

Personaldienstleistungskaufmann/-kauffrau

Als Personaldienstleistungskaufmann/-kauffrau (PDK) dreht sich Dein Berufsalltag um die Suche nach dem passenden Mitarbeiter. Daher findet man Personaldienstleistungskaufleute hauptsächlich in Personaldienstleistungsunternehmen oder Personalabteilungen großer Unternehmen. Heute noch denkst Du über Dein eigenes Bewerbungsgespräch nach – nach Deiner 3-jährigen Ausbildung als Personaldienstleistungskaufmann/-kauffrau sitzt Du selbst auf der anderen Seite des Tisches.

Während Deiner Ausbildung zum PDK warten die verschiedensten Aufgabenbereiche auf Dich. Drei der bedeutendsten sind die Kundenbetreuung, die Personalgewinnung und der Personaleinsatz. Du akquirierst und betreust Kunden, analysierst Arbeitsplätze und ermittelst den Personalbedarf. In der Personalgewinnung verfasst Du als Personaldienstleistungskaufmann/-kauffrau Stellenanzeigen oder suchst passende Bewerber im bestehenden Mitarbeiterpool. Du triffst eine Vorauswahl und führst Bewerbungsgespräche durch.

Doch die Auswahl des perfekten Mitarbeiters ist noch lange nicht alles, was auf Dich wartet. Damit die Mitarbeiter glücklich, zufrieden und motiviert sind, bereitest Du sie auf ihren Einsatz vor, führst Feedbackgespräche, organisierst Weiterbildungen und Schulungen. Aber auch das Erstellen von Rechnungen und die Auswertung von Statistiken zählen zu Deinem Arbeitsalltag.

Personalexperten sind bereits heute sehr begehrt. Mit der Ausbildung als Personaldienstleistungskaufmann/-kauffrau in der Tasche hast Du daher gute Aufstiegschancen und - nach entsprechender Weiterqualifizierung und Berufserfahrung - viele Möglichkeiten der Spezialisierung.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was heißt PDK bzw. PDKler?

PDK steht für Personaldienstleistungskaufmann/-kauffrau und PDKler für Personaldienstleistungskaufleute. PDK-Azubis sind folglich die Auszubildenden, die eine „Lehre“ zum/zur Personaldienstleistungskaufmann/-kauffrau machen und PDKler Personen, die die Ausbildung bereits erfolgreich durchlaufen haben.

Um welche Form der Ausbildung handelt es sich?

Es handelt sich um eine klassische duale Ausbildung, die an zwei Lernorten, dem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule, stattfindet.

Was passiert in der Berufsschule und welche Schulen haben PDK-Klassen?

In der Berufsschule wird Dir vor allem das theoretische Grundgerüst für den Beruf vermittelt. Am Anfang lernst Du zum Beispiel erst einmal die Struktur und die Geschäftsfelder des Ausbildungsbetriebes sowie die Personalsachbearbeitung kennen. Wenn Du wissen willst, in welchen Berufsschulen PDK-Azubis unterrichtet wird, klick hier

Welche Unternehmen können PDKler ausbilden?

PDKler können in jedem Unternehmen mit eigener Personalabteilung ausgebildet werden, und sogar die Bundesagentur für Arbeit hat das schon getan. Die meisten PDK-Azubis machen ihre Ausbildung bei einem Personaldienstleister.

Welche Voraussetzungen muss ich für die PDK-Ausbildung mitbringen?

Prinzipiell steht die PDK-Ausbildung für alle Schulabschlüsse ab dem Hauptschulabschluss offen. Da die Ausbildung aber recht anspruchsvoll ist, haben die meisten PDK-Azubis Abitur (ca. 60 Prozent) oder mittlere Reife (ca. 30 Prozent).

Wie lange dauert die PDK-Ausbildung?

Die PDK-Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, kann aber unter bestimmten Bedingungen verkürzt werden.

Kann ich die Ausbildung verkürzen?

Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) sieht mehrere Möglichkeiten vor, wann eine Ausbildung verkürzt werden kann. Es gibt die Verkürzung wegen beruflicher Vorbildung (§ 7 BBiG), wenn Du bereits eine Berufsfachschule oder ein Berufsgrundbildungsjahr erfolgreich absolviert hast. Eine Verkürzung ist auch bei einschlägiger beruflicher Grundbildung, einschlägiger Berufstätigkeit oder Arbeitserfahrung im Berufsfeld sowie einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung möglich (§ 8 BBiG). Verkürzen kannst Du auch, wenn Du Deine Lehrstelle oder Deinen Ausbildungsberuf wechselst oder wenn Du eine entsprechende schulische Vorbildung (Realschulabschluss, Mittlere Reife, Fachoberschulreife, Fachhochschulreife oder Abitur) hast (§ 8 BBiG). Außerdem kannst Du, in der Regel nach der Zwischenprüfung, bei überdurchschnittlichen Leistungen einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung bei der IHK stellen. Dieser Antrag muss von Deinem Ausbildungsbetrieb und Deiner Berufsschule unterstützt werden (§ 45 BBiG). Weitere Informationen zur Ausbildungsverkürzung findest Du unter: https://www.azubiyo.de/azubi-wissen/ausbildungsverkuerzung/.

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?

Aktuell gibt es zwar keinen Tarifvertrag für die Vergütung von PDK-Azubis, aber gleichlautende Empfehlungen der beiden Branchenverbände BAP und iGZ. BAP und iGZ empfehlen für das erste Ausbildungsjahr eine Vergütung von 877 € in den alten und 802 € in den neuen Bundesländern. Im zweiten Ausbildungsjahr steigt die Vergütung auf 944 € im Westen sowie 870 € im Osten und im dritten Ausbildungsjahr sind es dann 1.032 € (West) und 956 € (Ost). Diese Empfehlung ist nicht bindend, darf aber in der Regel nicht um mehr als 20 Prozent unterschritten werden.

Wie sieht eigentlich ein Ausbildungsvertrag aus?

Das hängt natürlich immer ein bisschen von dem Unternehmen ab, bei dem Du Deine Ausbildung machst. Aber es müssen auf jeden Fall Angaben über Deine Ausbildungsvergütung, Deine Arbeitszeit, Deinen Urlaubsanspruch, die Ausbildungsdauer etc. im Berufsausbildungsvertrag, wie es offiziell heißt, enthalten sein. Weil viele Unternehmen die Mustervorlage der IHK verwenden, kannst Du Dir hier den Ausbildungsvertrag des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) ansehen.

Seit wann gibt es die PDK-Ausbildung?

Im August/September 2008 startete der erste Jahrgang mit mehr als 1.150 PDK-Azubis.

Wie viele Azubis fangen im Schnitt pro Jahr die Ausbildung an?

Zwischen 900 und 1.000 Auszubildende. Damit liegt die PDK-Ausbildung konstant unter den Top 100 aller Ausbildungsberufe.

Wie oft ist die PDK-Ausbildung schon erfolgreich abgeschlossen worden?

Das Statistische Bundesamt verzeichnet bis einschließlich 2018 insgesamt 8.070 bestandene Abschlussprüfungen.

Wie hoch ist die Erfolgsquote bei den Abschlüssen?

Die Erfolgsquote liegt im Schnitt bei etwa 97 Prozent und damit sehr hoch, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes ausweisen.

Wie alt sind die PDK-Azubis?

Mit 65,4 Prozent stellen die 19- bis 23-Jährigen die meisten Auszubildenden, gefolgt mit 26,1 Prozent von denen, die 24 Jahre oder älter sind. Die Gruppe der bis zu 18-Jährigen kommt auf lediglich 8,5 Prozent.

Machen mehr Frauen oder mehr Männer die PDK-Ausbildung?

Mehr als 60 Prozent der PDK-Azubis sind laut Statistischem Bundesamt weiblich.

An wen kann ich mich bei Problemen bei der Ausbildung wenden?

Erste Anlaufstation sollte immer Dein/e Ausbilder/in in Deinem Ausbildungsbetrieb sein, denn mit diesem Unternehmen hast Du Deinen Vertrag. Sollte es an Deiner Berufsschule Probleme geben, kannst Du Dich aber auch an den/die Vertrauenslehrer/in wenden. Und wenn alle Stricke reißen, Du zum Beispiel die Ausbildung wechseln willst, steht Dir auch die örtliche IHK mit Rat und Tat zur Seite.

Welche Einsatzmöglichkeiten habe ich nach der Ausbildung?

Als Personalexperten sind PDKler in den heutigen Zeiten mit Fachkräfteengpässen sehr gefragt. Deswegen wird ihnen nach der Ausbildung sehr oft eine Übernahme angeboten. Einsatzmöglichkeiten bestehen aber auch in jedem Unternehmen mit eigener Personalabteilung, bei Personalberatern und/oder Personaldienstleistern und sogar bei Behörden wie zum Beispiel der Bundesagentur für Arbeit.

Was ist die IHK?

Diese Abkürzung steht für Industrie- und Handelskammer. Laut Wikipedia sind die IHKen in Deutschland „eine berufsständische Körperschaft des öffentlichen Rechts. […] Alle Gewerbetreibenden und Unternehmen mit Ausnahme reiner Handwerksunternehmen, Landwirtschaften und Freiberufler (die nicht ins Handelsregister eingetragen sind) gehören ihnen per Gesetz an. In Deutschland gibt es 79 Industrie- und Handelskammern, die für unterschiedlich große Regionen zuständig sind. Sie übernehmen Aufgaben der Selbstverwaltung der regionalen Wirtschaft.“ Die IHKen sind unter anderem für das Thema Ausbildung im kaufmännischen Bereich, also auch für die PDK-Ausbildung, zuständig und nehmen die Zwischen- und Abschlussprüfungen ab. Wenn Du wissen willst, welche IHK für Dich während der Ausbildung verantwortlich ist, kannst Du unter https://www.ihk.de/#ihk-finder nachsehen.

Wer sind BAP und iGZ?

BAP steht für Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. und iGZ für Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. In beiden Verbänden sind zusammen rund 5.500 Unternehmen organisiert, die Personaldienstleistungen wie Zeitarbeit, Personalvermittlung etc. anbieten. BAP und iGZ schließen für die Arbeitgeberseite die Tarifverträge mit den DGB-Gewerkschaften für die Zeitarbeitsbranche und vertreten die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber Politik, Medien und anderen Institutionen. Außerdem waren beide Verbände maßgeblich an der Entwicklung der PDK-Ausbildung beteiligt und begleiten dieses Berufsbild bis heute.

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